• uwittig2

Sila

... und ein paar gefühlte Worte



Als ich Silas Foto sah, wirkte sie so verloren, so traurig, ihr Blick ging mir durch und durch. Ich musste sie einfach zeichnen.

Und auch beim Zeichnen spürte ich ihre tiefe Traurigkeit.

Ich nehme Sila immer als sehr zurückhaltend wahr. Sie drängt sich nicht großartig in den Vordergrund, auch wenn sie gerne mit der Nase dabei ist – meistens war sie dabei in sicherer Begleitung ihres Bruders. Aber Bruce ist nun ausgezogen, hat seine Menschen gefunden, und Sila hat dadurch ein wenig den Halt verloren, den er ihr gab. Sie vermisst ihn! Sie trauert!

Das Bedürfnis sie zu zeichnen war so groß, dass ich nicht warten wollte, bis ich einen neuen schwarzen Fineliner habe. Ich legte also mit einem relativ dicken schwarzen Filzstift los, haderte am Anfang sehr damit, doch plötzlich fühlte es sich gut und richtig an. So fein wollte ihr Fell gar nicht gezeichnet werden, würde sie sich doch sowieso ein etwas dickeres Fell – also mehr Selbstbewusstsein – wünschen.

Sie ist Unsicher und sehnt sich nach Halt und Bodenständigkeit.

Das zeigte sich, als ich sie auf dem Bild, auf einem Baumstamm herumklettern lassen wollte. Sie wollte nichts, was unter ihren Füßen wegrollen könnte, ihr entgleiten könnte. Sie wünschte sich Beständigkeit!

Sie möchte mit allen Vieren fest auf dem Boden stehen – so wurde aus dem gemalten Baumstamm dann doch ein schöner Waldweg.

Aber sie sehnt sich nicht nur nach Sicherheit, sie wünscht sich einen Partner an ihrer Seite,

der mit ihr durch Dick und Dünn geht. Sie hofft auf Glück und Fröhlichkeit – auf eine erfüllte Partnerschaft! Ihren eigenen Menschen, der ihr den Halt gibt, der ihr ihre Unsicherheit nimmt. So gesellten sich ein paar orangefarbene Rosen zu ihr.

Lichtbringend in goldfarbenen Sonnenstrahlen eingehüllt, wird Silas sanfte Seele hoffentlich bald Beständigkeit, Glück und Freude finden!

10 Ansichten

© 2020 by Wir für Foteinis Fellnasen

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