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Image by Galina N

Monatsrückblick Dezember 2022



Mit dem Dezember geht auch das Jahr 22 zuneige. Das ganze Jahr stand bei Foteini im Zeichen der Tiere, die sie rettet, umsorgt und ihnen Tag für Tag Liebe schenkt. Foteini und ihre Familie und ihre Freunde versuchen Tag für Tag das Leben der Tiere, vornehmlich der Hunde, ein bisschen besser zu machen. Dabei heißt es so oft, dass persönliche Belange im Hintergrund bleiben müssen.

Im Dezember verstarb Foteinis Schwester, ein schwerer Schicksalsschlag für die gesamte Familie. Unser tiefstes Mitgefühl ist bei der ganzen Familie. Die Familie steht eng zusammen und wie immer heißt es für die Familie weiterzumachen. Da warten so viele Tiere die versorgt werden müssen, da bleibt kaum Zeit zum Trauern. So sind die Tiere in diesen Tagen sicher ein Trost, die Sorgen werden aber nicht weniger ...


Ranger & Mango

Ende November bekam Foteini einen Anruf von einem Mann der sie fragte, ob sie einen Welpen übernehmen könnte, den jemand bei ihm ausgesetzt hatte. Da Foteini den Mann aus der Vergangenheit kannte, wusste sie, dass der Welpe auf keinen Fall dort bleiben könnte.

Als Foteini bei dem Mann ankam, fand sie einen völlig verängstigten, ca. 2,5 Monate alten Welpen. Nach mehreren Tagen bei Foteini, mit Liebe und Geduld, einem warmen Bettchen schaffte es der kleine Kerl seine Retterin richtig anzuschauen ...


...aber meistens kommt ein Welpe nicht allein! Ein paar Tage später, klingelte das Telefon. Mango, die Schwester von Ranger lief allein durch die Straßen. Auch das kleine Mädchen war völlig verängstigt, so ganz allein auf dieser Welt!

Wie schön das die zwei Kleinen wieder vereint sind und nun gemeinsam erfahren dürfen, wie es ist, ohne Angst aufwachsen zu können. Beide Hunde lernen jeden Tag mehr zu vertrauen!


Louis

Als Giannis Anfang Dezember ins Gehege kam, war der Schock groß, als er die Tür zu Louis Zwinger öffnete. Der freundliche Junghund hatte sich auf seine letzte Reise gemacht. Der Tierarzt geht davon aus, dass sein Herz nicht in Ordnung war!

Louis lebte seit Frühling 21 bei Foteini. Louis wurde als Welpen in den Bergen ausgesetzt, ganz allein! Wahrscheinlich war seine Behinderung der Grund dafür. Bei Foteini fasste der Welpe Zutrauen und fing an das Leben zu genießen. Louis war ein kleiner Sonnenschein!

Auch wenn Louis viel zu früh gegangen ist, ist es ein Trost, dass er während seiner Zeit bei Foteini erfahren durfte, wie schön es sein kann, wenn Hund geliebt wird!!!


Debby

Eigentlich sollten sich die Städte um die Kastrationen der Straßenhunde kümmern und die Kosten übernehmen, doch leider ist das meist nicht der Fall. Gäbe es keine privaten Tierschützer, wie Foteini, wäre die Situation wesentlich schlimmer, als sie sowieso schon ist.

Debby ist eine etwa 8 Monate alte, etwa 20 kg schwere Straßenhündin. Bald würde sie zum ersten Mal Läufig werden. Die Rüden würden sie jagen und sich im Kampf um sie gegenseitig verletzen und zum guten Schluss gäbe es wieder ein paar Welpen ohne Zukunft. Welpen, die diesen Teufelskreis aufrechterhalten würden ...

Kastrationen sind der einzige Weg diesen Kreislauf zu durchbrechen. Die einzige Möglichkeit, weiteres Leid zu verhindern.

Eine Freundin bat Foteini wegen Debby um Hilfe und so konnte die Hündin kastriert werden. Debby ist, damit sie sich von der Kastration erholen kann, vorübergehend in einem Hof untergebracht. Nicht perfekt, aber erst einmal sicher... und danach wird sie zurück auf die Straße gehen.

Tatsächlich fällt es nicht immer leicht, wenn man in die hübschen Gesichter der Tiere schaut, zu verstehen, warum die Hunde zum Teil wieder auf die Straße entlassen werden. Foteini kann nicht alle Tiere aufnehmen! Aber um den Teufelskreis zu unterbrechen und Tierleid zu verhindern sind die Kastrationen so wichtig!


Berta

Eigentlich wäre Berta kein Hund gewesen, den Foteini aufnehmen hätte müssen, denn eigentlich hatte sie eine Familie gefunden. Tja eigentlich, denn die Familie sah sie wohl nicht als Familienmitglied, denn sie führte wohl kein gutes Hundeleben, es gab wohl kein nettes Wort, keine Streicheleinheiten und eigentlich lebte sie mehr auf der Straße. Und als “ihren” Menschen klar wurde, dass die kleine Berta alt genug wurde um eigene Welpen zu bekommen, wollte sie sie nur noch loswerden.

Berta ist Verginas Schwester, die bei Foteini lebte. Eine Bekannte erfuhr von Bertas Schicksal und informiere Foteini. Die holte sie ab und ließ sie gleich kastrieren.

Jetzt darf die 10 Monate alte, süße kleine Hündin erst einmal zur Ruhe kommen und sich auf ein Leben voller Liebe freuen.


Roben

Vor drei Wochen bekam Foteini einen Anruf von der Gemeinde, mit der Bitte einen kranken Hund aufzunehmen. Eine Frau hatte den kranken Bub gefunden und zum Tierarzt gebracht, konnte ihn aber selbst nicht behalten.

Doch zu dieser Zeit hatte auch Foteini absolut nicht die Möglichkeit, einen weiteren Hund aufzunehmen, doch sie wollte ihn natürlich auch nicht im Stich lassen. Also rief sie ihren Tierarzt an, um nachzufragen, woran der kleine Kerl erkrankt ist.

Robens Hämatokrit wert war sehr niedrig und er war Leishmaniose und Ehrlichiose positiv.

Er brauchte also dringend eine Therapie. Ihn so zurück auf die Straße zu setzen wäre absolut verantwortungslos gewesen. Also rief Foteini die Frau an, die ihn gefunden hatte und fragte nach, ob sie den Bub wenigstens solange beherbergen und mit der Therapie beginnen könnte, bis sie selbst wieder Platz hätte. Die Frau stimmte zum Glück zu und versorgte ihn die letzten 3 Wochen. Nun brachte sie ihn dann wieder zum Tierarzt, wo Foteini ihn dann abholte. Doch vorher machte der Tierarzt noch einige Bluttests, um zu sehen, ob der Hämatokrit Wert sich schon gebessert hat und auch die Nierenwerte wurden überprüft.

Auf jeden Fall hat der kleine Kerl schon 3 kg zugenommen und sieht auch schon etwas besser aus.

Roben ist ca. 3 Jahre alt und ein freundlicher und zutraulicher Bub, der den Menschen sehr zugetan ist. Er erholt sich jeden Tag ein bisschen mehr.

Mit Foteinis Pflege und ihrer Liebe wird er sicher bald ein ganz "neuer" Hund sein ...


Sieben ungewollte Seelen

Vier Jungs, drei Mädchen, etwa 3 Monate alt ...

Und dann klingelte sonntags mal wieder Foteinis Telefon. Es war der Mann, der die ungewollten Seelen einfängt, die dann in dieses gruselige Shelter in den Bergen bringt. Er informierte Foteini, dass wieder ein paar Welpen dort gelandet sind

Für Foteini war sofort klar, dort konnten sie nicht bleiben, an diesem Ort, Foteini nennt ihn immer "die Hölle", haben sie KEINE Zukunft.

Also holte sie die Welpen ab und schaffte für sie ein kleines bisschen Platz, versorgte Wunden, gab ihnen eine Wurmkur und natürlich ausreichend Futter und Wasser.

Zum besseren Verständnis zitiere ich was Ute über die "Hölle" geschrieben hat:

„Die Hölle“ ist ein Shelter in den Bergen, in das die Gemeinde gerne die unerwünschten Straßenhunde abschiebt. Einmal dort angekommen, bedeutet dies für einige der Hunde den Tod, denn die Versorgung lässt mehr als zu wünschen übrig. Die Zwinger gleichen engen, trostlosen Käfigen, die kaum Bewegungsspielraum für die Fellnasen bieten. Die Hunde sind dort ungeschützt und müssen der Witterung standhalten –, und in den Bergen ist es bitterkalt! Oft sitzen sie dort auf dem blanken Boden, bei Regen im Wasser, bei Frost auf Eis. Futter und Wasser gibt es dort nur sporadisch, nicht selten aus mit Moos bewachsenen Näpfen und an medizinische Versorgung, wie Wundversorgung, Wurmkuren oder Impfungen, ist gar kein Denken. Öffnet man dort eine Mülltonne, wird man an vielen Tagen nicht drum herum kommen, den „nächsten“ Hund zu sehen, der es nicht geschafft, nicht überlebt hat.

„Die Hölle“ ist ein Ort, der für Foteini kaum zu ertragen ist. Jeder Besuch, hängt ihr tagelang hinterher, weil es dort immer nur unsagbares Leid zu sehen gibt.

Über die Jahre hinweg hat sie dort immer wieder Hunde weggeholt und sie von diesem Leid befreit. Viele dieser Hunde waren kurz vorm verhungern.

Insbesondere Welpen haben gerade jetzt im Winter dort keine Überlebenschance …”

Und wieder einmal wurde im Gehege Platz gemacht, wo längst keiner mehr ist. Wieder einmal mussten die Hunde ein Stück zusammenrücken, damit die sieben Welpen, die in „die Hölle“ abgeschoben wurden, überhaupt eine Chance haben zu überleben.

Immer wieder ein neuer Kraftakt, wenn gleich so viele kleine kranke Seelen ankommen. Jeder Welpe braucht besondere Aufmerksamkeit, alle irgendwie verletzt ... und trotzdem fanden alle ihren Platz!


Sugar

Und dann konnte Foteini noch einer alte Bekannte ein Weihnachtsgeschenk machen: Sie konnte die wunderbare Sugar von ihrem Leben an der Kette befreien und sie mitnehmen. Foteini gab ihr den Namen Sugar, weil sie einfach nur zuckersüß und absolut liebenswert ist. Sie will nur schmusen und küssen ...

Sugar lebte mit ihrer kleinen Tochter Henna auf einem Fabrikgelände, wo sie auch versorgt wurden. Da beide sehr dünn waren, wollte Foteini damals beide dort wegholen, aber sie durfte nur Henna mitnehmen.

Nun wurde Foteini von einem Fabrikarbeiter angesprochen: Er erzählte ihr, dass Sugar von einem anderen Hund angegriffen wurde. Zum Glück war Sugar nichts passiert.

Außerdem müssen Sugar und der andere Hund den ganzen Tag an der Kette verbringen und haben nur abends kurz Freilauf.

Schließlich konnte Foteini den Fabrikbesitzer überzeugen, Sugar abzugeben.

Und nun ist sie bei Foteini Zuhause

Sugar ist eine absolute Traumhündin. Sie ist super lieb, stubenrein, läuft gut an der Leine und sie liebt die Menschen.

Sugar ist etwa 3 Jahre alt, wiegt ca. 15 kg und versteht mit Hunden wie auch mit Katzen.


Zuhause im Glück

Auch diesen Monat hatten wir einige Glückshunde, die sich auf den Weg in ihr Zuhause machen durften:

Corina, Begonia, Maja, Nadir, Snow, Beril, Tycheros und Dias

Und ich glaube, nicht nur ich hatte ein paar Glückstränen in den Augen, als die schöne Nachricht kam, das unser schöner Dias nach 4,5Jahren im Shelter einen eigenen Platz gefunden hat. Gerade bei den “älteren” Hunden ist die Freude besonders groß, wenn sie in den Genuss einer eigenen Familie kommen. Wir alle warten gespannt, bis die ersten Bilder kommen und wir sehen, dass die Hunde gut angekommen sind. Wie muss es sich erst für Foteini anfühlen, die diese Tiere über Jahre aufgepäppelt hat, sie mit Liebe und Futter versorgt hat? Sie und ihre Familie wünschen sich für jeden Hund ein eigenes, liebevolles Zuhause. Sicher freut sie über jeden Abschied und sicher ist es trotzdem immer wieder schwer...

Und deswegen ihr Glückshunde ... werdet glücklich in euren Familien ... Rennt durch Schnee und Regen, schüttelt euer altes Leben ab und lasst euch mit leckeren Keksen verwöhnen und freut euch, dass ihr den besten Platz gefunden habt, eure eigenen Menschen!


Ich muss mich entschuldigen, dass der Monatsrückblick so lange auf sich warten ließ, aber leider ging es diesmal nicht anders ...

Knuddelt eure Liebsten und habt einen tollen Start ins neue Jahr 2023

Jasmin


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