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Image by Galina N

Monatsrückblick November 2022

Foteinis Monatsrückblick November 22


Schon ist der Dezember da, Weihnachtsduft und Kerzenschein …

Eigentlich sollte es der Advent eine ruhige und besinnliche Zeit sein. Aber leider knallt es überall, viele Menschen haben Angst davor, was die Zukunft bringen wird, das Geld wird knapper und so wird es immer schwieriger für die unterschiedlichen Organisationen, das nötige Geld zusammen zu bekommen, um ihre Schützlinge zu versorgen. So geht es auch unserer Foteini. Die Tiere werden eher mehr als weniger, die Kosten steigen, ebenso das Leid der Tiere. Soviel sei schon zu Beginn gesagt: Foteinis Zufluchtshelter ist voll! Übervoll!!! Und eigentlich kann sie keinen Notfall mehr aufnehmen und das obwohl der Winter kalt und nass ist.


--- und genau so ging auch der November los. Eine Freundin von Foteini hatte vier Welpen gesichtet, ganz allein, ohne Schutz, ohne Wasser, ohne Futter! Und tatsächlich, egal wie sich die Frauen vor Ort Gedanken machen, Foteini kann die vier nicht aufnehmen und die Pflegestellen sind voll. Und so bleibt leider nur, die Kleinen vor Ort zu versorgen, eine Wurmkur und Futter zu geben und zu hoffen, dass die Zwerge sich gegenseitig wärmen! (Was muss das immer wieder mit den Tierschützern vor Ort machen? Sie geben alles und trotzdem müssen sie oft die Tiere mehr oder weniger ihrem Schicksal überlassen---) Aber der erste Schritt ist immer, dass die Tiere gesichtet wurden und Foteini wird sie im Blick behalten!!!


So tut es Foteini gut, zu sehen wie sich die drei kleinen Katzen Vivi, Sofie und Mairy gut von ihrer Kastration erholt haben. Denn wenn es meist um die Hunde bei Foteini geht, unterstützt sie auch die Kastrationen bei Katzen!!!!


Snow

Der kleine etwa 1-1,5 Jahre alte Rüde wurde von einer Bekannten von Foteini gefunden. Der kleine Kerl lieferte sich einen Kampf mit größeren Hunden um eine läufige Hündin. Sein Fell war unglaublich schmutzig und so nahm die Bekannte den kleinen Mann vorübergehend bei sich auf. Nun konnte er zu Foteini umziehen. Und so stand auch für den kleinen Snow der Tierarzt-Besuch an: Außer der Kastration wurde das Fell gestutzt und natürlich die notwendigen Bluttests gemacht. Foteini lässt die Tiere nicht nur kastrieren, sondern jedes Tier wird durchgecheckt und wenn notwendig auch behandelt. Auch hier entstehen wieder Kosten...

Und nun kann er endlich in Ruhe schlafen (ein Hund der auf der Straße lebt, muss immer auf der Hut sein!), bekommt genug zu essen und zu trinken und Liebe... Snow hat sich gut eingelebt.


Die sanfte Hündin Pamuk und ihr Welpe Cicek , sind nun zu Foteini umgezogen und genießen die Sicherheit dort. Eine Bekannte von Foteini hatte die Beiden im Oktober auf einer Müllkippe gesichtet. Wie soft war kein Platz für die Zwei frei und so beschloss die Bekannte ihnen einen Unterschlupf aus dem herumliegenden Sperrmüll zu bauen. Sie versorgte die beiden jeden Tag mit Futter. Und trotzdem ist es immer und immer wieder dasselbe: Menschen hatten nach wenigen Tage den Unterschlupf zerstört! Es musste gehandelt werden, obwohl noch immer kein Platz frei war. Die Bekannte holte die beiden vorübergehend zu sich, eine absolute Notlösung! Und als ein Platz bei Foteini frei wurde, durften die beiden umziehen.

Und auch dies muss erwähnt werden. Kommen Neuankömmlinge in den Shelter, kann Foteini nicht einfach die Neuen dazu setzen! Dann wird hier umgesetzt und da Platz gemacht, der Zwinger muss gereinigt werden, Teppiche werden ausgelegt. Und dann können sie abgeholt werden und schließlich geht es zum Tierarzt. Dort wurde Pamuks Blut untersucht und sie wurde kastriert und die Verletzungen an ihrer Pfote wurden behandelt und natürlich wurde sie gechipt. Und natürlich war die kleine Cicek auch beim Tierarzt und wurde durchgecheckt. Sie ist ca. 2,5 Monate alt und eine aufgeweckte kleine Maus! Pamuk und Cicek haben sich gut eingelebt. Und weil Pamuk so eine sanfte, weiche Seele ist, bekam sie von Foteini den schönen Namen der übersetzt Baumwolle und Blume bedeuten.


Die kleine Olia war ganz alleine unterwegs und so erschöpft, dass sie neben einer Mülltonne Schutz suchte. Foteinis Cousine fand sie dort und versorgte sie mit Wasser. Die junge Hündin spürte wohl, dass sie ihr Schicksal selbst in die Hand, bzw. Pfoten nehmen musste und schlüpfte durch einen Zaun in den Garten von Foteinis Cousine. Deren Hunde akzeptieren die Kleine und so konnte sie dort bleiben, bis sie zu Foteini umziehen konnte. Dort schloss sie ganz schnell Freundschaft mit Snow.



Paggaia ist eine Hündin, ca. 8-9 Monate alt, ausgesetzt auf der Straße, die im Sommer von Urlaubern versorgt wurde. Die Urlauber sind weg und die freundliche Hündin ist auf sich gestellt. Foteini wurde um Hilfe gebeten, denn viele Menschen vor Ort möchten die Junghündin dort nicht haben. Aber leider musste Foteini die Entscheidung treffen, dass sie Paggaia nicht aufnehmen kann. Aber Paggaia wurde kastriert und bis sie sich davon erholt hatte von einem Mann aufgenommen. Und danach geht es wieder zurück auf die Straße.

Wer Foteini auch nur ein bisschen kennt, weiß, wie schwer ihr diese Entscheidungen fallen. Wie gern sie jedem Tier das Leben auf der Straße ersparen will- aber es geht nicht!!! Sie arbeitet rund um die Uhr für die Tiere, aber weder sie noch ihre Freunde vor Ort haben noch Kapazitäten frei. Foteini hat mittlerweile eine Art Warteliste. Macht ein Tier durch Adoption einen Platz frei, warten schon mindestens zwei Tiere auf diesen Platz. Der einzige Trost ist dabei, dass diese wunderschöne Hündin nun kastriert ist und nicht mehr von den Rüden durch die Straßen gejagt wird. Und natürlich ist Paggaia nun auf der Liste, für die Foteini ein Zuhause für immer sucht. Paggaia ist 8-9 Monate alt und wiegt derzeit 23 kg.


Auf einer ihrer Fahrten zum Tierarzt entdeckte Foteini an einer stark befahrenen Straße eine kleine desorientierte Hündin. Also kehrte Foteini um und die Kleine kam sofort angelaufen und war sehr zutraulich. Da Foteini den Abdruck eines Halsbandes entdecken konnte, war ihr klar, dass die Maus ausgesetzt worden ist. Also bekam sie den Namen Kismet, wurde ins Auto gepackt und mitgenommen - nun ist das kleine, etwa einjährige, ungefähr 6 kg schwere Mädchen in Sicherheit und darf spüren, wie es ist geliebt zu werden.


Und schon einen Tag später eine ähnliche Situation. Foteini entdeckte wieder auf einer Fahrt zum Tierarzt eine ausgemergelte Hündin, die sie dort noch nicht gesehen hatte. Natürlich hielt sie an. Sie warf das Futter aus, aber die Hündin traute sich nicht, zum Futter zu gehen. Erst als Foteini wieder im Auto saß, ging die verängstigte Hündin und fraß. Und wieder musste Foteini weiter ziehen. Und auch hier, wird ihr Herz geblutet haben, denn sie hat die Hündin gesehen, sie hat gesehen, es geht ihr nicht gut, aber sie kann ihr nicht helfen. (Wenn ich diese Berichte lese, bewundere ich Foteini immer wieder. Ich würde wahrscheinlich heulend im Auto sitzen und würde in Wut und Trauer versinken. Aber sie macht weiter, immer wieder. Sie gibt nicht auf, sie kämpft immer weiter und weiter- obwohl es ihr sicher oft so geht, das sie nicht weiter weiß ...)


Und auch das gehört zu Foteinis Alltag: Die liebe Hündin Milly ist gestorben. Sie war die Mama von Merle und Moira und hat sich großartig um ihre Kinder gekümmert. Milly war im Spätsommer wegen ihrer Tumore operiert worden. Milly war eine tapfere Seele, gutmütig und lieb. Nun ist die liebe Hündin über die Regebogenbrücke gegangen, nachdem sie noch erfahren durfte, dass sie geliebt wurde!


Die Hilferufe, die Foteini erreichen sind sehr unterschiedlich und meinen doch meist das Gleiche ...

Eine Bekannte kümmert sich um Straßenhunde, füttert sie und behält die Hunde im Auge, z.B. wenn ein Mädchen kastriert werden muss. Diesmal ging es ganz banal um die Futterkosten, die sie nicht stemmen konnte. Und wie gut ist es da, das Foteini ein Netzwerk aufgebaut hat. Aber das bedeutet auch Arbeit, denn dann muss sie sich nicht nur um das Futter für ihre Tiere kümmern.


Ebenso kümmert sich Foteini immer wieder um die Schäferhunde, die sie täglich am Tor begrüßen. Neben Streicheleinheiten, und Futter versucht Foteini immer wieder die Hündinnen zu kastrieren - und zwei haben es wieder geschafft. Jedes kastrierte Tier verhindert neues Tierleid!!!!


Und wieder kam ein Hilferuf wegen zwei kleiner Hundekinder, die auf der Straße leben müssen: Etzel, männlich und Dilek, weiblich sind ca. 3 Monate alt. Eine Bekannte von Foteini kümmert sich um die Kleinen, indem sie sie mit Futter und frischem Wasser versorgt. Leider kann Foteini sie nicht aufnehmen. Es bleibt ihr nur, die beiden beim Tierarzt vorzustellen, sie zu impfen und entwurmen.


Schließlich wurde noch eine Hundemama mit Welpen von einer Freundin gerettet. Nazli, ist ca. 2 Jahre alt und Nimet 4 Monate. Da die Freundin erkannte, dass die beiden allen Gefahren schutzlos ausgeliefert waren, überlegte sie nicht lang und nahm sie mit nach Hause. Aber auch diese beiden müssen tierärztlich versorgt werden und die Kosten gedeckt werden. So wurde Nazli kastriert und die Kleine geimpft. Sie können sich so erholen und suchen einen Platz wo sie für immer bleiben können. Diesen Freunden und Helfern steht Foteini mit Rat und Tat zur Seite, dankbar für jedes Tier, das nicht auf der Straße bleiben muss!


Und als ob es nicht zum Ende des Monats genug wäre, bekam Foteini einen Anruf von einem unliebsamen Bekannten ... Mit ihm hatte sie schon einige Auseinandersetzungen, da er in der Vergangenheit, Welpen vor ihrem Gehege ausgesetzt hatte ... nun ja kein Tierfreund! Nun sagte er, ein Welpe wäre bei ihm ausgesetzt worden und Foteini war klar, dies ist ein Notfall und der Kleine kann dort auf keinen Fall bleiben. Das Gefühl hatte sie nicht getäuscht. Sie fand einen völlig verängstigten Welpe vor!

Sie nahm das ca. 2,5 Monate alte Kerlchen mit, gab ihm den Namen Ranger, entwurmte ihn, gab ihm ein warmes Bettchen und ganz viel Liebe. Ranger hat in wenigen Tagen etwas seine Angst abgelegt, da er spürte, dass alle in Foteinis Haus gut zu ihm sind und so kann er langsam Vertrauen aufbauen!


Nun möchte ich noch erwähnen, dass die beiden Schönheiten Begonia und Maja auch diesen Monat kastriert wurden. Foteini ist unermüdlich, so viele Tiere wie möglich zu kastrieren. Und dies bedeutet nicht nur den Gang zum Tierarzt, der ja einiges an Kosten mit sich bringt. Für Foteini heißt es jedes Tier, das operiert wurde, braucht eine besondere Betreuung, die Wunden müssen gut verheilen. Und sie braucht hierzu Unterstützung, vor allem finanziell! Jede Spende hilft ihr und den Tieren!


Und nun zu meiner großen Freude wenn ich die Ereignisse zusammentrage!!! Einige der Tiere dürfen ein neues Leben anfangen. Sie haben sich auf die Reise zu Menschen gemacht, die ihnen ihr Zuhause schenken:

Lydia, Karlotta, Magnolia, Vergina, Vespa, Lidda, Kira, Tequila, Sandra, Timi und Ebony ( Pflegestelle). Wir wünschen euch, dass ihr und eure Menschen ein wunderschönes gemeinsames Leben haben werdet!!!! Und esst nicht alle Hundekekse auf einmal- ihr werdet ganz viele bekommen!


Es ist Advent, Lichterglanz und Stille. Wenn ich jetzt am Ende dieses Rückblickes bin, muss ich sagen, dass es sich nicht gut anfühlt. Soviel Leid! Egal oder Mensch oder Tier. Ich musste ein paar unterbrechen und meinen Hund kraulen, damit es mir wieder warm ums Herz wurde. Ich wünsche Foteini und ihren Tieren, viele Weihnachtswunder und uns allen einfach nur einen friedvollen Advent und jeden Tag eine wunderschöne Begegnung. Ihr Lieben, passt gut auf euch auf.


Liebe Grüße

Jasmin und Grimm


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