Wir bleiben in Griechenland

Die Dauergäste

 

Es ist immer toll, wenn die Hunde in ein schönes Zuhause vermittelt werden können. Aber aus unterschiedlichen Gründen werden immer welche zurückbleiben. Oft sind es die schwarzen Hunde. Viele Menschen empfinden sie als bedrohlich, nicht selten erlebt man hier bei uns, wie entgegenkommende Menschen die Straßenseite wechseln, nur weil man mit einem schwarzen Hund unterwegs ist. Wirken sie gefährlicher? Oder wirken die hellen freundlicher? Schwer zu sagen. Es gibt sicher Studien über diese Dinge …

 

Aber auch andere Hunde bleiben zurück, oft Rassebedingt. Dem Jagdhund wird der Stempel aufgedrückt, niemals ohne Leine laufen zu können, der Herdenschutzhund könnte zu sehr in Schutzhaltung gehen, der Dackelmischling kläfft zu sehr usw.

 

Und dann gibt es die Hunde mit Besonderheiten, z.B. einem schlecht verwachsenen Bruch, wie bei Savvas und Aris, einem fehlenden Auge wie bei Harley oder auch die Hunde, die bereits positiv auf Mittelmeerkrankheiten getestet wurden. Aber auch die Unscheinbaren, die, die sich nie in den Vordergrund drängen, bleiben oft zurück. Auch die Alten, an die sich so viele Menschen nicht mehr herantrauen, weil sie sich fürchten, zu schnell wieder Abschied nehmen zu müssen, haben oft keine Chance … Über einige dieser Hunde, die so schwer vermittelbar sind, könnt ihr jedoch in unserem Blog nachlesen, wie glücklich ein Start in eine Familie sein kann: Sofageschichten

 

Es ist schade, denn je länger diese Hunde in der Abgeschiedenheit des Geheges leben, umso schwerer wird für sie ein Neustart in ein neues Leben. Viele kennen nichts anderes, haben mit den alltäglichsten Dingen keine Erfahrung, da kann ein Umzug ein regerechter Schock sein. Wieder andere sind von vorneherein so scheu, dass sie tatsächlich nicht zur Vermittlung geeignet sind. Wenn überhaupt suchen sie Menschen, die sehr viel Geduld und Erfahrung mit sich bringen. Und oft wäre selbst das für diese Hunde mehr Stress als alles andere, sodass sie sich niemals wirklich einfinden könnten. Ein Leben in dem Gehege, in dem sie im Rudel leben und sich sicher fühlen, ist in vielen Fällen die bessere Wahl. Dies abzuschätzen ist weiß Gott nicht einfach …

 

Und so bleibt so mancher Hund bis zu seinem Lebensende im Gehege. Und genau diese Hunde sollen doch so gut es nur möglich ist versorgt werden. Sie sollen nicht hungern müssen, sie sollen einen ordentlichen, sauberen, trockenen Schlafplatz haben. Sie sollen medizinisch versorgt sein, sowie regelmäßig entwurmt werden etc. Wir möchten auch einen Hund wie Merlin, der nicht vermittelbar ist, strahlen sehen. Wir möchten Hunde wie die Geschwister Max, Nora, Steve und Boy, die seit 2015 auf ein Zuhause warten, gut versorgt wissen. Wir möchten Hundeomas wie Kosma und Torry, die tatsächlich nicht mehr umgesiedelt werden sollten, gesund, satt und zufrieden sehen.

 

Und in unseren Augen ist all das ein guter Grund, unsere Foteini mit allem, was vor Ort benötigt wird, zu unterstützen.

In der ersten Galerie stellen wir euch nach und nach die Hunde vor, die in Griechenland bleiben werden, in der zweiten die Hunde, die es besonders schwer haben, eine eigene Familie zu finden. Klickt euch einfach mal durch und lest ihre Geschichten.

1. Galerie - Wir bleiben in Griechenland
2. Galerie - Wir haben es schwer, eine Familie zu finden