Der Kettenhund

Ein Kapitel aus dem Buch "Wie ein Reh im Wald der Gefühle - Aus dem Leben einer Hochsensiblen" von Ute Wittig





Ich habe ja schon erzählt, dass ich, wenn ich Bücher lese, keine Bilder zu den Geschichten im Kopf habe. Mir gehen sie auf andere Weise sehr nahe, weil ich viele Dinge ganz besonders tief fühle, oft so, als würde ich diese Geschichte selbst erleben. Oder ich ziehe Vergleiche, in die ich gefühlsmäßig regelrecht eintauche. So ging es mir auch bei dem Buch „Sterne sind Hoffnung“ aus dem „Projekt Sternschnuppenlicht“.

Die Geschichte handelt von einer Kettenhündin. Die Gefühlswelt dieser Hündin hat mich sehr bewegt – die Ängste, die Hoffnung, die Resignation etc. All diese Gefühle habe ich beim Lesen mit durchlebt. Gleichzeitig habe ich dann natürlich Vergleiche gezogen. Vergleiche zu meiner griechischen Herzenstierschützerin. Ich habe beim Lesen dieses Buches sehr viele Tränen vergossen, aber auch eine Menge Kraft daraus geschöpft. Wie oft habe ich beim Schreiben der Beiträge für meinen Verein dagesessen und über die Schicksale der einzelnen Hunde geweint, Hunde, die längst in Sicherheit sind – Hunde, die oft, sobald sie bei ihr angekommen sind, den schlimmsten Teil ihres Lebens hinter sich lassen können.

Und dann wurde mir einmal mehr bewusst, welcher Engel „meine“ Tierschützerin ist. Natürlich sind bei ihr auch einige Hunde, die niemals eine Chance auf Vermittlung haben werden. Viele werden ihr Leben in „Gefangenschaft“ verbringen und niemals ein Leben kennenlernen, wie unsereins es sich für einen Hund vorstellt. Einige von ihnen hätten aber draußen auf der Straße niemals überlebt. Viele Hunde bleiben aber auch an Ort und Stelle – in Freiheit sozusagen – und werden dort, wo sie bis[1]her lebten, so gut es geht versorgt. Und andere sind nur kurzzeitig Gast im Shelter, weil sich jemand in sie verliebt und sie adoptiert. Alles ist möglich! Natürlich wünscht man sich für jeden Hund, dass er seinen Weg in ein schönes Leben bei lieben Menschen gehen darf. Und oft denkt man, die Hunde würden all das vermissen, was unsere Haustiere teilweise sogar im Überfluss haben. Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, denke ich aber eher, dass sie nichts Bestimmtes vermissen, sondern dass sie, wenn es für sie vorbestimmt ist, ein Wissen in sich tragen, dass noch etwas anderes, etwas Besonderes, einfach ein ganz anderes Leben auf sie wartet.

Aber erstmal sind sie dort! Sie leben in diesem Gehege! In Sicherheit! Und das ist es, was sie für diesen Moment wahrnehmen: „Ich bin hier und im Moment gehöre ich hierhin!“ Traurig? Frustrierend? Für uns ja. Aber die Hunde nehmen es erst einmal anders wahr. Denn diese Hunde haben etwas, was sehr viele andere nicht haben. Sie haben etwas, worauf sie sich tagtäglich freuen können. Sie haben etwas, was ihnen Kraft gibt! Sie wissen, dass sie keine Angst mehr haben müssen, nicht mehr hungern müssen. Und sie wissen, da ist jemand, der sie von Herzen liebt und sich Tag für Tag nur das Beste für sie wünscht. Das ist ihr Leben in diesem Moment! Fütterungszeiten, Freilauf und Liebkosungen sind für sie der tägliche Höhepunkt. Im Vergleich zu unseren Couch–Bewohnern ist das natürlich unglaublich traurig. Wir sehen diese Leere, wir fühlen beim Anblick der Fotos ihre Einsamkeit … Aber im Gegensatz zu einem ungeliebten Kettenhund haben sie etwas ganz Unglaubliches, denn es gibt jemanden, der jede freie Minute für sie da ist, der für sie kämpft und ihnen zeigt, dass sie geliebt werden.


Und was soll ich sagen, ich habe beim Lesen des Buches „Sterne sind Hoffnung“ dennoch um jeden dieser Hunde, über die ich im Tierschutz schreibe geweint. Denn ich wünsche mir von Herzen für jeden dieser Hunde ein schönes Zuhause. Aber es hat mir auch bewusst gemacht, wie wichtig und wundervoll es für diese Hunde ist, an genau diese Tierschützerin geraten zu sein. Dennoch ist es nicht das Leben, das man sich für diese Hunde wünscht! Sie leben in kalten, tristen Zwingern und sobald sich die Zwingertüren schließen, warten sie mit traurigen Augen auf den nächsten Tag. Aber! Auch am nächsten Tag gibt es wieder Futter und Liebe!

Es ist schwer, das in Worte zu fassen, denn die Situation ist alles andere als schön für die Hunde. Nur – beim Lesen des Buches wurde mir mehr und mehr bewusst, wie unendlich wertvoll diese Liebe ist, die diese Hunde täglich bekommen.

Was mich in diesem Buch zudem noch sehr berührt hat, war dieser eine Mensch, der sich dort um die armen Seelen gekümmert hat. Die Beschreibung, wie seine Mitmenschen ihn sehen, hat mich lange darüber nachdenken lassen, wie sich meine „Herzenstierschützerin“ wohl im Umgang mit ihren Mitmenschen fühlen mag. Sie selbst spricht nicht gerne darüber und ich musste es ihr regelrecht aus der Nase ziehen. Das Leben für einen Tierschützer in einem Land, in dem die Tiere für die meisten Menschen keinen Wert haben, ist nicht gerade einfach. Sie werden verurteilt und im besten Fall belächelt. Oft werden sie beschimpft oder gar grob angegangen. So ziehen sie sich meist von der Allgemeinheit zurück, um in Ruhe leben und ihre „Arbeit“ tun zu können. Wie sich das anfühlt, möchte ich mir gar nicht wirklich vorstellen …


Einige Zeit später habe ich dann das Buch „Ein Leben für Merlin“ von Johanna Hirt gelesen, welches auch im „Projekt Sternschnuppenlicht“ veröffentlicht wurde. In diesem Buch geht es um die wahre Geschichte eines Kettenhundes – ein Hund, der einen unglaublichen Leidensweg hinter sich hat. Nicht genug, dass er unter schlimmsten Bedingungen an der Kette lebte und zudem sein Augenlicht verlor, schließlich wurde er auf einem Schutzhof untergebracht, auch dort nicht versorgt, sondern sträflich vernachlässigt und seine Leiden wurden ausgenutzt, um damit Geldspenden zu sammeln. Zum Glück hat auch diese Geschichte ein gutes Ende gefunden und er darf nun ein Leben voller Liebe und Geborgenheit führen. Aber seine Geschichte hat eine Menge Spuren hinterlassen …

Sie hat mich zutiefst bewegt. Auch hier habe ich mitgefühlt, mitgelitten und mich später mit der Autorin, seinem Frauchen, regelrecht verbunden gefühlt. Aber es hat mir auch bestätigt, wie wichtig es ist, Tierschutzarbeit auch mal zu hinterfragen und nicht blindlings bei jedem schrecklichen Foto Geld zu spenden. Und es hat mich zum wiederholten Mal dankbar gemacht, meiner Herzenstierschützerin begegnet zu sein. Es ist ein wertvolles Gefühl zu wissen, dass man an richtiger Stelle hilft!


Dies waren jetzt nur ein paar wenige Gefühle und Gedanken, die mich beim Lesen von Büchern erreichen. Und wenn ich mir das bisher Geschriebene noch einmal durchlese, denke ich, dass ich die Intensität gar nicht wirklich in Worte fassen kann. Aber eine solche Gefühlswelt ist Alltag eines hochsensiblen Menschen – Dinge wahrnehmen, in sie eintauchen, mit ihnen verschmelzen.


Um es vielleicht noch etwas deutlicher zu machen, möchte ich an dieser Stelle einfach noch die Rezensionen einfügen, die ich zu den Büchern „Sterne sind Hoffnung … in einem Leben ohne Namen“ und „Ein Leben für Merlin“ geschrieben habe:


Sterne sind Hoffnung … in einem Leben ohne Namen

Ich liebe Bücher, in die ich mich so hineinfühlen kann, dass ich die Geschichte selber miterlebe … Obwohl das manchmal auch nicht wirklich einfach ist, wie bei diesem wunderschönen Buch, denn die Empfindungen, Erfahrungen und auch Hoffnungen eines ungeliebten Kettenhundes regelrecht zu fühlen hat mich viele Tränen gekostet.

Dennoch konnte ich das Buch nicht beiseitelegen, gerade weil es mich so sehr berührt hat und weil es genauso – wie die anderen Bücher aus dem Projekt Sternschnuppenlicht – meine Denkweise und mein Verständnis für diese Situationen erweitert hat …

Das Lesen dieser Bücher hat mir selbst viel Verständnis und auch viele Erkenntnisse gebracht, was ich auch immer wieder gerne versuche, an andere Menschen weiterzugeben.

Und gerade dieses Buch hat mir ein weiteres Mal gezeigt, wie wertvoll die Arbeit der wundervollen Tierschützer vor Ort ist und wie viel jedes bisschen Liebe, Achtung und Aufmerksamkeit den Tieren bedeutet.

Und!!! Dass man die Hoffnung wirklich nie aufgeben sollte!!! Auch dieses Buch ist für mich nicht nur ein Buch, sondern ein wundervoller und hilfreicher Begleiter auf meinem Herzensweg. Darum!!!! Herzlichen Dank für dieses Buch!!!




Ein Leben für Merlin

Eine wahre Geschichte über einen blinden Hund in einer Welt ohne Mitgefühl.

Immer wieder hört man den Spruch, dass Tiere aus dem Tierschutz eine Macke haben.

Und genau aus diesem Grund finde ich die Geschichte von Merlin sehr wertvoll, zeigt sie doch, was ein Hund, der aus dem Tierschutz kommt, so alles erlebt haben kann.

Gerade Hunde wie er, die dazu noch eine Behinderung haben, haben sehr oft nicht mal eine Chance zu überleben, sind sie doch dem Menschen komplett ausgeliefert.

Was dieser Hund alles ertragen musste, ist für viele Menschen kaum vorstellbar und dennoch der traurige und grausame Alltag der Ketten- bzw. Straßenhunde.

Die Geschichte zeigt, wie die Jahre mit Misshandlung und in ständiger Angst einen solchen Hund prägen. Sie lässt so manche Verhaltensmuster von Tierschutzhunden verstehen, die nicht gerade selten mit einem Trauma zu kämpfen haben, das sie ihr ganzes Leben lang begleiten wird.

… und so war es auch bei Merlin. Endlich in Sicherheit, bei Menschen, die ihn lieben, musste er erst einmal lernen zu vertrauen und diese Liebe anzunehmen. So kamen einige Schwierigkeiten auf die Familie zu, mit denen sie nicht gerechnet hatte. Es galt einige nicht unerhebliche Herausforderungen zu bewältigen.


Aber die Geschichte zeigt auch, wie wertvoll es ist, sich einem Tier mit Behinderung anzunehmen, und wie erstaunlich gut sie mit der Behinderung zurechtkommen, wenn man ihnen die Zeit gibt, die Welt in ihrem Tempo zu entdecken.

Merlin lebte fast sechs Jahre von Schmerzen geplagt in Dunkelheit und Angst und konnte nie abschätzen, was als Nächstes mit ihm passieren würde, sodass er versucht hat, all seine Gefühle wegzusperren, um dann endlich zu erfahren, was es bedeutet, von Herzen geliebt zu werden. Mich hat dieses Buch sehr berührt und stellenweise sehr mitgenommen. Ich habe um diesen Hund geweint und später flossen die Tränen der Freude, wenn sie bei der Autorin auch vor Glück zu kullern schienen.

Zudem zeigt dieses Buch, wie wertvoll gute Tierschutzarbeit ist, aber auch, dass nicht jeder Tierschützer seriös arbeitet. Merlin wurde missbraucht, um mit schrecklichen Bildern Spendengelder zu sammeln. So war es für die unseriöse Tierschützerin nützlich, ihn weder operieren zu lassen noch zur Adoption freizugeben. Sein Glück durfte er erst finden, als man kein Geld mehr mit ihm verdienen konnte. Wenn man selber im Tierschutz tätig ist, zieht man natürlich beim Lesen eines solchen Buches die ganze Zeit Vergleiche. Es macht mich unsagbar traurig zu sehen, wie solche armen Seelen von manchen Menschen ausgenutzt und misshandelt werden. Aber es zeigt mir auch den Wert der vielen tollen Vereine und Tierschützer, die alles dafür geben, damit ihre Tiere wohl versorgt sind.

Aus dieser Geschichte können die Menschen, die einen Tierschutzhund adoptieren möchten, aber auch einige Tierschützer sehr viel lernen.

Schade nur, dass die Schubladendenker, die sagen, dass Hunde aus dem Tierschutz „kaputt“ sind, dieses Buch wahrscheinlich nicht zur Hand nehmen werden, denn es könnte ihr Denken verändern oder zumindest erweitern.

Ein wundervolles Buch, für das ich von Herzen dankbar bin.




Es gibt so manches Buch, das mich außerordentlich berührt hat, so manches Buch, das mein Denken erweitert hat. Aber diese beiden Bücher sollten mich noch auf ganz andere Weise berühren.


Ich hatte ja schon von der Hündin unserer Tochter und ihrem Kreuzbandriss erzählt. Nach so einer Operation muss ein Hund ganz ruhig gehalten werden, darf nicht springen und nicht toben und zu Anfang auch nur wenige Minuten spazieren gehen. Welche Möglichkeit hat man zu Hause, um den Hund vom Sofa, der Treppe oder dem Gang in den Garten fernzuhalten?

So hat unsere Tochter also auf der Matratze im Wohnzimmer genächtigt und ihre Hündin wurde mit der Leine am Schrank festgebunden, sodass sie sich nicht viel weiter als um ihr Körbchen oder die Matratze bewegen konnte. Zu Anfang war sie durch die Medikamente und auch den Schmerz noch relativ ruhig gestellt, aber als es ihr so nach und nach besser ging, wollte sie sich natürlich mehr bewegen. Die Frustration wuchs. Oft hat sie ausgetestet, wie weit ihre Leine reicht, so manches Mal hat sie vor sich hin gemeckert, weil sie z. B. nicht mit den anderen Hunden mitrennen konnte. Ihr Gesichtsausdruck sprach Bände …

Es hat mir unglaublich leidgetan, sie so zu sehen. Sie war so frustriert und hat sich oft mit einem Seufzer der Resignation wieder in ihr Körbchen gelegt.

Aber gleichzeitig gingen mir bei diesem Anblick diese beiden Bücher durch den Kopf. Hier bei Katina ging es ja ausschließlich darum, sie zu schützen. Zudem hatte sie alles, was sie brauchte und noch viel mehr …, denn unsere Liebe ist ihr ja gewiss und sie hat nicht eine Minute einen Grund daran zu zweifeln.

Wenn sie sich in dieser Situation schon so furchtbar traurig fühlte, wie unbeschreiblich muss es sich für richtige Kettenhunde anfühlen, die nicht mal wissen, was es bedeutet, geliebt zu werden? Wie mögen sich die Straßenhunde fühlen, die morgens noch nicht wissen, ob es an diesem Tag irgendwo etwas zu essen gibt, ob sie ihn überhaupt überleben? Hunde, die gejagt oder wie Müll entsorgt werden? So viele Gedanken strömten auf mich ein, so viele Gefühle durchliefen mich, allein beim Anblick von Katina und ihrer „Frustration auf hohem Niveau“.


Solche Momente sind oft sehr anstrengend, aber sie bergen auch manch Gutes. Natürlich hat mich das auf eine Weise sehr traurig gemacht. Andererseits hat es aber der Geschichte um Katina einige Kraft genommen, denn das Drama um ihre Krankheit wurde somit kleiner. Jeder Schritt der Genesung konnte so von mir viel intensiver wahrgenommen werden. Über jede Besserung konnte und kann ich mich noch erfreuen. Bei ihr konnte man tatsächlich sagen: „Das wird von Tag zu Tag besser!“ Was man bei den vielen armen Seelen dort draußen leider nicht sagen kann.

Jeder Hund ist anders und jeder Hund möchte auch etwas anderes. Der eine möchte seine Freiheit und leidet in einem Shelter, gibt sich dort vielleicht sogar komplett auf, selbst wenn es ein sicherer Platz für ihn ist, der andere sehnt sich, ohne es zu kennen, nach der Gemütlichkeit eines Sofas. Was richtig für welchen Hund ist, versuchen die Tierschützer vor Ort nach bestem Wissen und Gewissen zu entscheiden. Aber sie können noch so vielen Hunden begegnet sein, auch sie können nicht in die Tiefe jeder Seele schauen.

Auch unsere Hunde sind alle unterschiedlich und auch hier bei uns in Deutschland gibt es viele Tiere, die nicht so gehalten werden, wie es sein sollte. Immer wieder hört oder liest man von misshandelten, vernachlässigten und gequälten Tieren. Selbst bei den Tieren, denen es gut geht, ist die Mensch-Tier-Beziehung doch sehr unterschiedlich.


So verstehen andere Hundehalter oft nicht die Intensität so mancher Mensch-Hund-Beziehung. Wie oft werde ich alleine dafür belächelt, dass ich ab 15 Grad mit einer Wasserflasche für meine Hündin herumlaufe. Sicher könnte sie auch einen Spaziergang schaffen, ohne etwas zu trinken, aber ich weiß, wie schwer es ihr fällt, sobald es ein bisschen wärmer wird. Auch werde ich oft wegen der Regelmäßigkeit unserer Fütterungszeiten und Spaziergänge belächelt, selbst in der eigenen Familie wirft man mir dann meine Inflexibilität vor. Aber da meine Hündin und ich uns spiegeln, weiß ich sicher, wie wichtig solche Routinen für sie und auch für mich sind. Ich als Mensch mit „Dackelblase“ denke häufig, dass ein Hund auch nicht zu lange einhalten sollte. Der Gedanke daran bereitet mir bereits Blasenschmerzen. Aber was das angeht, gehen die Meinungen meist sehr auseinander und jeder kennt seinen Hund am besten … So ist es auch mit den Fütterungszeiten. Viele füttern einmal täglich, manche zwei oder drei Mal. Ich aber füttere fünfmal kleine Mengen. Warum? Weil es so für uns passt und wir damit sehr gut zurechtkommen.

So oder so ist jeder Hund und auch jeder Mensch anders. Es mag sein, dass ich manches etwas zu eng sehe oder übertreibe, aber ich handhabe es so, wie es sich für mich richtig anfühlt, so wie ich es vor mir selber und vor meiner Hündin verantworten kann. Ich handle dabei nach Bauchgefühl, denn ich spüre, ob mein Hund sich wohlfühlt oder nicht. Und gerade bei Tierschutzhunden gibt es nach einem Vorwärtsschritt oft zwei Schritte zurück und so kann man sie NIEMALS alle über einen Kamm scheren.

Jeder hat seine eigene Geschichte!!!


Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll. Aber ich bin oft dankbar für meine intensive Gefühlswelt. Ich bin dankbar, auf diese Art und Weise meine Sicht immer mehr erweitern zu können. Das ist für mich sehr wichtig, denn ich bin kein Tierschützer, der vor Ort aktiv ist, sondern einer von der oft verpönten Gattung der PC-Tierschützer.

Aber dank dieser Gabe kann ich mich, laut meiner Herzenstierschützerin, oft besser in viele Situationen hineinfühlen und sie beschreiben, als es manche Menschen können, die sogar schon mehrfach vor Ort waren.